Das Jagdschloss Granitz

Beliebtes Ausflugsziel in der Granitz auf Rügen.

Ist man zwischen den Ostseebädern Binz und Sellin auf Rügen unterwegs, fällt der Blick zwangsläufig auch auf das Jagdschloss Granitz, das mit seinem markanten Mittelturm hoch über den Baumwipfeln schon aus der Ferne gut zu erkennen ist. Wer das Schloss besuchen will, muss auf das Auto verzichten und sich stattdessen auf Schusters Rappen auf den Weg machen oder – wer nicht ganz so gut zu Fuß ist – den Jagdschloss-Express nehmen bzw. eine Pferdekutsche mieten.

Jagdschloss Granitz | Foto: Staatliche Schlösser und Gärten M-V, Timm Allrich

107 Meter über den Meeresspiegel erhebt sich der Tempelberg inmitten der Granitz, auf dem das gleichnamige Schloss errichtet wurde – für hiesige Verhältnisse schon eine beträchtliche Höhe. Und auf jeden Fall ausreichend für einen spektakulären Inselrundblick! Den hatte Rügens Fürst Malte einst wohl auch im Sinn, als er die ursprünglichen Baupläne seines Architekten Johann Gottfried Steinmeyer über den Haufen warf und den Mittelturm von keinem Geringeren als dem berühmten Baumeister Karl Friedrich Schinkel entwerfen ließ.

Zwischen 1837 und 1846 erbaut, gehört der einstige Jagdsitz der Putbuser Fürstenfamilie heute zu den meist besuchten musealen Einrichtungen in MV. Neben dem Rundgang in dem sehenswerten Museumsschloss und dem Aufstieg auf den 38 Meter hohen Aussichtsturm sollten Sie unbedingt auch einen Stopp in der „Alten Brennerei“, der urigen Gaststätte im Gewölbe des Schlosses, einplanen.