Ostern 2020 – diesmal ist alles ganz anders.

Traditionen und Osterbräuche auf Rügen

Eigentlich ist alles wie immer. Dichte Teppiche von Anemonen schmücken Rügens Wälder, auf den Feldern beginnt der Raps zu blühen und die ersten Störche sind aus dem Winterquartier zurückgekehrt. Strahlende Sonne, dazu eine leichte Brise und Temperaturen um 13 Grad. Wo es windgeschützt ist, lässt es sich schon wunderbar an Rügens Stränden aushalten. Und trotzdem ist in diesem Jahr alles ganz anders …

Wir schauen auf Traditionen und Osterbräuche, die wir hoffentlich im nächsten Jahr wieder mit Ihnen, liebe Leser, begehen können.

Ganz traditionell: Osterbräuche auf Rügen

Wissen Sie, was es mit Osterwasser auf sich hat?

In der christlichen Tradition ist das Osterwasser jenes Wasser, das in der Osternacht geweiht wird. Ganz besonders heilig soll auch das Wasser sein, das in der Osternacht geschöpft wird. Einem alten pommerschen Volksglauben nach enthält Fluss- oder Bachwasser, das noch vor dem Sonnenaufgang und gegen die Fließrichtung entnommen wird, allerlei wundersame Kräfte. In einem sauberen Eimer und ohne Worte zum Haus zurückgebracht, kann es etwa schön machen oder gegen verschiedene Krankheiten helfen.

Heute sind die Rituale um das Osterwasser weitestgehend in Vergessenheit geraten, nur vereinzelt findet man in einigen Gegenden der Republik noch Abwandlungen davon. Und wenn heute manchmal Eltern ihre Kinder mit Osterwasser bespritzen, steht dabei wohl zumeist eher der Spaß im Vordergrund.

Spaß für Groß und Klein: Ostereier kullern

Auch das Ostereier kullern ist ein Brauch, der weit verbreitet ist. Mancherorten in Deutschland heißt dieses gesellige Wettspiel auch Ostereierschieben, Eiertrudeln oder Eiertrullern.

Und darum geht es: Jeder erhält eines oder mehrere Eier, die natürlich erst einmal gefunden werden müssen. Von einem Hügel werden die Eier dann herabgekullert, wobei derjenige gewonnen hat, dessen Ei bis zum Schluss heil geblieben und/oder die weiteste Strecke gerollt ist.

Und zu guter Letzt:

Hätten Sie gewusst, dass Ostern auf Rügen früher „Paasken“ oder „Paskedag“ hieß und zwar in Anlehnung an die jüdische Pessachwoche? Neben den allseits bekannten christlichen Traditionen, Zeremonien und Gepflogenheiten ein interessanter neuer Aspekt, oder?