Weihnachtsplätzen oder Weihnachtskekse?

Ja, wie heißt es denn nun? Klugscheißer-Wissen zum Fest.

Diese Frage beschäftigt vermutlich Heerscharen von Philosophen weltweit: Sind es nun eigentlich Plätzchen oder doch eher Kekse, die wir so gern vernaschen? Wir haben uns mal schlau gemacht und herausgefunden, dass der Unterschied in ihrer Herkunft liegt.

Plätzchen

Schon früher gönnten sich die feinen Herrschaften zum Kaffee und Tee gerne kleine Gebäckstücke. Die waren nicht unbedingt nahrhaft, dafür aber ziemlich zuckerhaltig. Vor allem zu Weihnachten wurden sie mit Konfitüre, Schokolade, Marzipan oder Nüssen verfeinert. Diese Gebäckstücke nannte man Plätzchen.

Das geht übrigens auf das lateinische Wort “Plazenta” zurück, was nichts anderes als “Kuchen” bedeutet. Auch heute noch wird süßes Hefebrot in vielen Regionen kurz “Platz” genannt. Und diese köstlichen kleinen Süßigkeiten erhielten den Namen kleiner Platz: Plätzchen.

Kekse

Mit dem Keks hat es eine ganz andere Bewandnis. Er ist vor langer Zeit nämlich auf britischen Schiffen zu uns gekommen.

Wenn englische Reisende früher lange auf Schiffen unterwegs waren, gab es dort eine bestimmte Art Schiffszwieback, der sehr nahrhaft und ziemlich lange haltbar war. Dieses Gebäck war unter der Bezeichnung “English cake” bekannt. Im 19. Jahrhundert stellte dann ein deutscher Kaufmann nach englischem Vorbild selber solche “English cakes” her. Und aus cakes wurde schließlich Keks.

Des Rätsels Lösung ist also, dass Kekse nicht so zuckrig und schokoladig und nussig wie Plätzchen sind. An Weihnachten sollte man deshalb also eher von “Weihnachtsplätzchen” sprechen. Aber eigentlich ist es doch egal: Hauptsache, sie schmecken. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen guten Appetit und ein frohes Fest!

Weihnachtliche Backtipps unserer Leser und Gäste

Im letzten Jahr hatten wir Sie u.a. dazu aufgerufen, uns Ihre liebsten Backrezepte zu verraten. Die Resonanz war großartig, wofür wir uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken möchten. Einige Rezepte stellen wir Ihnen hier nun gern vor: